Neuigkeiten
Aktuelles, Aktionen, Ergebnisse, Termine, Presse
14.04.2026
Ankündigungen für die Altstadt
- 1. Ankündigung - Schnuppertour durch die Altstadt: Jeden Samstag zwischen 10.30 Uhr und 11:30 Uhr. Kosten: 8,00 €, wobei Kinder unter 12 Jahren kostenfrei sind. Start ist am Fritze-Bollmann-Brunnen in der Hauptstraße 22, 14776 Brandenburg a.d.H. Die Tour wird bereitgestellt von der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel mbH. Die nächste Tour ist am 18.04.2026.
- 2. Ankündigung - Havelsommer vom 7. Juni bis 21. September 2026: Das vom Kulturbüro organisierte neue, offene Format des Havelsommers möchte Vielfalt, Begegnung und kulturelle Entdeckungen in den Fokus stellen. Mehr Infos auf der Webseite der Stadt und ab dem 01.05. auf der eigenen Webseite von Havelsommer bzw. auf instagram.
- 3. Ankündigung - Nachbarschaftsfest in der Bäckerstraße im September 2026: Ein erstes Planungstreffen hat hierzu schon stattgefunden.
02.04.2026
Aktuelles aus der Altstadt
- Die Bäckerstraße ist wieder ohne Baustelle. Das einsturzgefährdete Gebäude, das zu einer zweitweisen Sperrung der Kommunikation geführt hat, ist nahezu vollkommen eingehüllt.
- Stadtrundgang in der Altstadt mit großer Wirkung. So schreibt Antonia Wünschmann im Meetingpoint über den "Walk & Talk" der Unternehmerinnen durch die Altstadt im Rahmen der 36. Brandenburgischen Frauenwochen. So öffnet Janina Jungs Fotostudio am Altstädtischen Markt im April einen besonderen Raum für Unternehmerinnen. Wer mehr erfahren will, kontaktiert sie: [Klick].
- Ein interessanter Artikel über den Erker des Jugendstilhauses des Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann (1856-1934) in der Plauer Straße war ebenfalls im Meetingpoint zu lesen: Der Erker trägt als Schmuck ein Relief von einem störrischen Esel, laut Marcus Alert ein "erfolgreiches mechanisches Blechspielzeug des Lehmann-Werkes" und "das Lieblingsspielzeug Lehmanns".
26.03.2026
Aktuelles aus der Altstadt
- Die Straßensperrung in der Kommunikation ist seit einigen Tagen aufgehoben. Der "Rundweg" um die Altstadt sowie der Weg zum Gartencafé HavelPause ist wieder frei.
- In den Osterferien vom 30. März bis zum 12. April 2026 bieten das Stadtmuseum und die Fouqué-Bibliothek in der Altstadt verschiedene Angebote und Aktivitäten für Kinder- und Jugendliche bzw. Familien an.
- Für den neuen Oberbürgermeister, Daniel Keip, hat die 1.100 Jahrfeier in 2029 ein hohe Priorität. In seinem Bericht über wesentliche Gemeindeangelegenheiten zur SVV am 25. März 2026 betonte er: "Darüber hinaus liegen weitere wichtige Aufgaben vor uns: Das Schulzentrum, der Regionalplan, der Schulentwicklungsplan und die Weichenstellungen zu unserem Stadtjubiläum. Diese Themen werden uns in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen."
- In den vergangenen Tagen wurden die gestalteten Strom- und Verteilerkästen in der Altstadt gereinigt. In den kommenden Tagen werden nun auch die Kästen an der Straßenbahnhaltestelle in der Ritterstraße neu gestaltet. Das Motiv ist ausgesucht - lasst Euch überraschen.
16.03.2026
Entwurf des Lärmaktionsplans - Stufe 4 mit mehreren Unstimmigkeiten - Überarbeitung notwendig
Der Entwurf des Lärmaktionsplans Stufe 4 (LAP - Stufe 4) der Stadt Brandenburg an der Havel liegt seit dem 23. Februar 2026 öffentlich aus. Bis zum 10. April 2026 können Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen abgeben. Der LAP soll lärmbelastete Straßen identifizieren und aktuelle Maßnahmen zur Lärmminderung aufzeigen. Er muss alle fünf Jahre fortgeschrieben werden. Die letzte LAP - Stufe 3 ist von Februar 2019.
Lärmschwerpunkte in der mittelalterlichen Altstadt sind:
- Nr. 7: Straßenzug Plauer Straße – Altstädtischer Markt – Parduin
- Nr. 13 (NEU): Mühlentorstraße (Ziegelstraße bis Beetzseestraße)
Mit erhöhter Lärmbelastung wird außerdem die Rathenower Straße mit seiner rauen Pflasteroberfläche ausgewiesen. Diese Straße wird im Entwurf nicht detailliert behandelt.
Zum Entwurf des LAP - Stufe 4 ergeben sich mehrere Unstimmigkeiten. Diese betreffen sowohl allgemeine Aussagen des Plans als auch speziell die Situation in der Altstadt.
Allgemein
- Veraltete Angaben zu Maßnahmen
Teilweise werden überholte Informationen verwendet. So wird für die Sanierung der Otto-Sidow-Straße ein Baubeginn „nicht vor 2027“ genannt, obwohl laut Presseberichten bereits im Frühjahr 2026 mit den Arbeiten begonnen werden soll.
- Veraltetes Bildmaterial
Mehrere Projektsteckbriefe enthalten Fotos aus früheren Jahren, die die aktuelle Situation nicht mehr korrekt darstellen (z. B. Bauhofstraße mit Bäumen und Plauer Straße mit Filiale der MBS und noch mit alter Pflasterung).
- Unklare Begründungen für nicht umgesetzte Maßnahmen
Bei mehreren Lärmschwerpunkten wird pauschal formuliert: „Maßnahme aufgrund von Bedenken in Verwaltung und SVV hinsichtlich Wirksamkeit nicht zur Umsetzung beschlossen.“
Diese Aussage ist zu konkretisieren. Vermutlich beziehen sich die Gutachter hier auf Stellungnahmen der Straßenverkehrsbehörde aus dem LAP-Stufe 2 von 2017. Diskussionen oder Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung hierzu sind jedoch nicht bekannt.
- Verkehrsbelastung teilweise nicht plausibel erläutert
Für einige Straßen werden deutliche Veränderungen bei den Verkehrsbelastungen (Kfz/Tage; Anteile Schwerlastverkehr) angegeben, ohne die Ursachen nachvollziehbar zu erklären. Siehe hierzu unsere Übersicht. Vermutlich handelt es sich nicht um Verkehrszählungen sondern um Kalibrierungen eines Verkehrsmodells mit Ist-Zahlen aus dem Jahr 2014!
- Fehlende Berücksichtigung vorhandener Untersuchungen
SVV-Beschlussfassungen (u.a. zur Verbesserung der Fahrbahnoberflächen in der Altstadt) sowie neuere Planungsgrundlagen (z.B. IVAS-Analyse für die Altstadt aus Oktober 2021) werden im Entwurf nicht erwähnt. Siehe hierzu auch die Auswertung zum Steckbrief "Nr. 7: Straßenzug Plauer Straße – Altstädtischer Markt – Parduin"
- Regelwerk RASt aus 2006 zur Straßenplanung
Im Entwurf wird auf die RASt 06 (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen) aus 2006 verwiesen. Im Jahr 2024 wurde ein Ad-hoc-Arbeitspapier zur Anwendung der RASt 06 veröffentlicht, um die Richtlinie an neue Anforderungen und den aktuellen Stand der Technik anzupassen. Bei der Planung sollten daher auch neuere Regelwerke berücksichtigt werden, beispielsweise: ERA 2010 – Empfehlungen für Radverkehrsanlagen; EFA 2013 – Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs; DIN 18040-3 – Barrierefreies Bauen im öffentlichen Verkehrsraum
Gerade für den Steckbrief des zentralen Straßenzugs in der historischen Altstadt (Plauer Straße – Altstädtischer Markt – Parduin) zeigt der LAP-Entwurf mehrere Defizite:
- Falsche Geschwindigkeitsangabe
Für den gesamten Straßenzug Plauer Straße – Altstädtischer Markt – Parduin wird weiterhin Tempo 30 angegeben. Tatsächlich gilt hier seit 23. Juli 2024 Tempo 20. Das Tempolimit gilt auch für die Rathenower Straße.
- Straßenbahn wird nicht erwähnt
Neben dem Busverkehr verkehrt im Abschnitt Ritterstraße – Bergstraße auch die Straßenbahn durch die Plauer Straße. Dieser Umstand wird im Steckbrief nicht genannt.
- Unvollständige Beschreibung der Straßensituation
Die Darstellung „vereinzelt Geschäfte im Erdgeschoss“ wird der tatsächlichen Nutzung nicht gerecht. In diesem Bereich befinden sich u. a. mehrere Gastronomiebetriebe, Beherbergungsangebote, ein Seniorenheim sowie der Altstädtische Markt als zentraler Platz.
- Wichtige Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung fehlen
Die wichtigen SVV-Beschlüsse zu Verkehrsführung, Verkehrsberuhigung und Straßenverbindungen werden im Steckbrief nicht erwähnt. Konkret fehlen die Beschlüsse 077/2021 (Sanierung Fahrbahnbelag in der Altstadt); 165/2021 (Planung der neuen Spange Gerostraße, Verbesserung Oberflächenbelag, Erprobung der Vorzugsvariante 3b zur Verkehrsberuhigung); 101/2023 (Vorzugsvariante für den Neubau der Verbindung Gerostraße – Willi-Sänger- Straße).
- Kosten und Umsetzbarkeit werden zu optimistisch dargestellt
Einige Maßnahmen werden als mittelfristig und kostenmäßig moderat dargestellt, obwohl praktische Erfahrungen – etwa beim Einbau von geschnittenem Pflaster – deutlich höhere Kosten gezeigt haben. Daraufhin wurde der ursprünglich geplante Einsatz von geschnittenem Pflaster in der Plauer Straße in den Jahren 2024/25 bei Sanierungsmaßnahmen (Austausch Straßenbahnschienen; Verlegung Fernwärmetrassen) nicht umgesetzt. Auch das Fräsen von Kopfsteinpflaster ist nicht überall möglich. Im Abschnitt Ritterstraße – Bergstraße verhindern die Straßenbahnschienen eine solche Maßnahme.
Fazit: Der Entwurf des LAP – Stufe 4 sollte vor einer Beschlussfassung präzisiert und auf Aktualität und die Maßnahmen auf Umsetzbarkeit geprüft werden. Anderenfalls können falsche Schlussfolgerungen gezogen werden.
13.03.2026
Aktuelles aus der Altstadt
- Einsturzgefahr in der Mühlentorstraße 30: Von einem leerstehenden Gebäude drohten gestern lose Ziegelsteine auf die Straße zu fallen. Während des Feuerwehreinsatzes zur Sicherung kam es kurzzeitig zu einer Vollsperrung.
- Rückbau in der Kommunikation 8: Seit Dienstag, 10. 03., läuft der Rückbau des ersten Obergeschosses des einsturzgefährdeten Gebäudes (siehe auch Aktuelles vom 08.03.). Laut Stadtverwaltung soll das Untergeschoss erhalten bleiben. Die Straßensperrung besteht weiterhin.
- Kein Bauprojekt in der Bergstraße 7: Am Rande der historischen Altstadt, in der Bergstraße 7, sollten auf 3700 Quadratmeter bis zu 100 Wohnungen für Senioren entstehen. Daraus wird wohl nichts. Die Investorengruppe befindet sich im Insolvenzverfahren.
- Lärmaktionsplan Stufe 4: Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung kann zum Planentwurf noch bis zum 10. 04.2026 Stellung genommen werden. Lärmschwerpunkte in der Altstadt sind der Straßenzug Plauer Straße über Altstädtischer Markt bis Parduin (von der Bergstraße bis zur Rathenower Straße) und die Mühlentorstraße (Abschnitt Ziegelstraße bis Beetzseestraße). Die Rathenower Straße ist als Straße mit erhöhter Lärmbelästigung ausgewiesen. Eine Auswertung durch Altstadtleben folgt in Kürze.
- Aus TOTO wird THEO. Aus italienischer Küche wird regionale Küche mit französischen und englischen Einflüssen. Dies ist das Konzept von Christop her Gebert-Neubert und Constance Neubert, den neuen Betreibern des Restaurants im ersten Obergeschoss des Fontane-Klubs.
- Zuwachs in der Altstadt: Alena Kalinina hat mit ihrer Ballondekorationsfirma Euphorievents ihr Atelier am Altstädtischen Markt 3 eröffnet. Mit dem Euphoriclub möchte sie zudem eine exklusive Bühne für Unternehmerinnen aus der Region bieten.
08.03.2026
Aktuelles aus der Altstadt
In den vergangenen Wochen hat sich in der Altstadt einiges getan – oder eben noch nicht.
- Die Bäckerstraße ist an der Einmündung zur Altstädtischen Wassertorstraße weiterhin nur halbseitig befahrbar. Grund sind noch ausstehende Pflasterarbeiten nach einem Defekt an einer Versorgungsleitung am 11. Januar. Witterungsbedingt konnte die Pflasterung bislang nicht erneuert werden.
- Auch die Straße „Kommunikation“ ist seit Ende Februar „zur Gefahrenabwehr für Passanten“ gesperrt. Auf Höhe der „HavelPause“ ist der Giebel einer Brandruine aus dem Jahr 2016 nach innen eingestürzt. Der Zugang bis zur HavelPause bleibt frei. Laut Presse steht die Stadtverwaltung hierzu mit dem Eigentümer in Kontakt.
- Die ehemaligen Betreiber des Marienberg-Restaurants übernehmen das frühere Restaurant TOTO in der ersten Etage des Fontaneklubs. Darüber berichtete MAZ-Online am 5. März 2026. Weitere Informationen sollen in dieser Woche folgen.
- Für das Projekt KastenKreativ liegt nun auch die schriftliche Genehmigung der Telekom zur Gestaltung von Strom- und Verteilerkästen in der historischen Altstadt vor. Auch in diesem Jahr sollen mehrere Kästen im Rahmen von Workshops und Einzelaktionen gestaltet werden. Die Vorbereitungen laufen
- Das Unternehmerinnen-Netzwerk lädt am Donnerstag, 26. März, 15 Uhr, an der Cafébar im Brückenhäuschen, zu einem Stadtspaziergang durch die Altstadt ein. Treffpunkt ist das Brücken-Café. Stationen sind unter anderem die Schmuckwerkstatt & Galerie Heike Burgemann in der Ritterstraße, das Modegeschäft „Mode mit Liebe“ in der Rathenower Straße, das Fotostudio Kati Krüger (Luftbilder Brandenburg) am Altstädtischen Markt sowie das Tattoostudio Chat Noir Tattoo und die Kamerafrau Janina Jung. Den Abschluss bildet die Vinothek „Stehachterl“ in der Plauer Straße
15.01.2026
Unsere Vorhaben in 2026 in aller Kürze
Das Jahr 2026 ist gestartet und im Programm Altstadtleben Brandenburg Havel 2028 werden wir unsere Aktionen in der historischen Altstadt fortsetzen. Im Fokus stehen Maßnahmen zur Reduzierung von Leerstand, neue Kultur- und Veranstaltungsformate sowie künstlerische Gestaltungen im Stadtbild. Im Bereich Verkehr setzen wir uns für mehr Sicherheit, geringere Lärmbelästigung, bessere Straßenoberflächen und eine Förderung des Rad- und Fußverkehrs ein. Zusätzlich werden wir weiterhin regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informieren.
Neu in 2026 ist das vom Land Brandenburg geförderte Projekt „Rathenower Torturm – Meine Geschichte begreifbar“, welches in Federführung des Freundeskreises Stadtmuseum e.V. und Altstadtleben als Beitrag zur 1.100-Jahrfeier der Stadt Brandenburg durchgeführt wird. Gemeinsam mit Fachleuten und verschiedenen Bevölkerungsgruppen soll ein Stadtteilmodell im 3D-Druckverfahren entstehen, das mit digitalen Inhalten verknüpft wird. Das Modell soll die bauliche Entwicklung rund um den Rathenower Torturm über verschiedene Epochen (16. Jhd., 18. Jhd., 19. Jhd., Beginn 20. Jhd.) darstellen – mit dem Ziel, lokale Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern gemeinsam zu rekonstruieren, zu hinterfragen und spielerisch zu erleben.
In Kürze mehr zu den einzelnen Vorhaben.